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Gefälschtes Curcumin / Kurkuma im Umlauf

Curcumin ist der typische orange-gelbe Farbstoff der Kurkuma, die hierzulande auch Gelbwurz genannt wird. Die Pflanze war ursprünglich nur in Indien beheimatet, wird aber heutzutage weltweit angebaut. Dennoch ist Curcumin mit etwa 200 € pro Kilogramm sehr teuer. Das liegt einerseits an den hohen Herstellungskosten und andererseits an der großen Nachfrage.

Das Geschäft mit dem Gelbwurz-Extrakt ist so bedeutend, dass immer mehr Hersteller und Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln Fälschungen von Curcumin auf den Markt bringen . Teilweise entwickeln sie eine unglaubliche kriminelle Energie, um ihre Profitgier zu stillen. Da werden Inhaltsangaben gefälscht, falsche Hersteller angegeben und sogar Methoden entwickelt, um in Testverfahren natürliches Curcumin vorzutäuschen. Und das alles auf Kosten der Verbraucher.

Die minderwertigen Curcumin-Präparate wurden nie auf ihre Verträglichkeit oder ihren Nutzen getestet. Im Gegenteil: Viele von ihnen sind schlichtweg gesundheitsgefährdend. Doch wie können Verbraucher gefälschte Curcumin-Präparate erkennen? Auf welche Angaben der Anbieter ist Verlass? Dazu muss man zuerst wissen, welche Fälschungs-Verfahren angewendet werden.

Mit welchen Methoden werden Kurkuma und Curcumin gefälscht?
Um billiges Kurkuma bzw. Curcumin anzubieten und die Konkurrenz auszuschalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wie auch bei anderen hochpreisigen Gewürzen kann Kurkuma-Pulver einfach mit Füllstoffen wie Sägemehl oder Stärke gestreckt werden. Damit die Verbraucher wegen der grauen Farbe dieser Mischungen nicht stutzig werden, fügen die Hersteller für die typische intensive Gelbfärbung Substanzen wie giftiges Blei-Chromat hinzu.

Bei der Fälschung von Kurkuma-Extrakten sind die Methoden noch raffinierter. Seit einigen Jahren werden vermehrt Präparate angeboten, die synthetisches Curcumin enthalten. Dieses wird auf Erdölbasis hergestellt, zum Beispiel aus Petroleum . In den meisten Fällen wird natürliches Curcumin mit der künstlichen Substanz gestreckt (das so genannte Kurkuma Spiking), teilweise aber auch komplett ersetzt.

Durch den geringen Curcumin-Gehalt solcher minderwertigen Billigpräparate gehen nicht nur die erhofften Vorteile von Curcumin verloren. Die Einnahme von Lösungsmitteln und anderer toxischer Substanzen kann die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Und diese Gefahr wird immer größer, wenn man bedenkt wie viel falsches Curcumin bereits in Umlauf ist.


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Der Marktanteil von gefälschtem Curcumin ist erschreckend hoch
Im Mai 2018 wurde eine amerikanische Studie veröffentlicht, die Curcumin-Präparate in normalen Lebensmittelmärkten bzgl. ihrer Qualität untersuchte. Bei 71 Prozent der getesteten Präparate fanden sich Rückstände toxischer Lösungsmittel, die für die Curcumin-Gewinnung nicht benötigt werden. Hier wurde Curcumin offensichtlich mit anderen Stoffen gepanscht bzw. gestreckt. Bei 59 Prozent entsprach die Zusammensetzung nicht dem natürlichen Curcumin, was den Einsatz von synthetischem Curcumin vermuten lässt.

Doch nicht nur in den USA, auch in Europa sind Fälschungen von Curcumin mittlerweile weit verbreitet. Man sollte meinen, dass durch die heutzutage möglichen Prüfverfahren die schwarzen Schafe schnell identifiziert werden. Doch so einfach ist es leider nicht, wie die folgenden Ausführungen zeigen.

Nachweis von synthetischem Curcumin
Die erste Methode, um Curcumin-Fälschungen zu entdecken, war die Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie. Sie zeigt bei natürlichem Curcumin drei typische "Ausschläge". Das hängt damit zusammen, dass Curcumin aus einer Mischung von Curcumin (75-80%), Demethoxycurcumin (15%-20%) und Didemethoxycurcumin (unter 5%) besteht. Synthetisches Curcumin zeigt dagegen nur einen Peak. Doch die betrügerischen Hersteller fanden schnell eine Methode, um ihr gefälschtes Curcumin in diesem Trennverfahren wie echtes aussehen zu lassen.

Sabinsa, ein renommierter Hersteller von hochwertigem und qualitativ einwandfreiem Curcumin, wollte den untragbaren Zustand nicht länger hinnehmen. Schließlich stand ihr guter Ruf auf dem Spiel. Das Unternehmen entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für angewandte Isotopenforschung der Universität von Georgia eine neue Prüfmethode: die Radiocarbonanalyse . Damit wird der Anteil des Kohlenstoffisotops C14 in den Proben gemessen. Da synthetisches Curcumin keine Isotope enthält, können natürliche Kurkuma-Extrakte durch ihren C14-Gehalt eindeutig und fälschungssicher identifiziert werden.

Die C14-Zertifizierung eines Curcumin-Präparats bietet Verbrauchern jetzt eine gute Orientierung im unübersichtlichen Mark. So glaubte man. Dann entdeckte Sabinsa, dass der Betrug offenbar in die nächste Runde geht.

Falsche Herkunftsangaben sollen Verbraucher täuschen
Das Unternehmen Sabinsa geht mittlerweile rigoros gegen betrügerische Rohstofflieferanten und Anbieter vor. Sowohl mit Abmahnungen als auch Prozessen. Das Fallbeispiel einer deutschen Firma dürfte jedoch selbst die Verantwortlichen bei Sabinsa sprachlos gemacht haben.

Der Anbieter behauptet nicht nur, dass sein gepanschtes Curcumin natürlichen Ursprungs sei, sondern suggeriert auch, dass es von Sabinsa stammt. Er verwendet unerlaubterweise die Produktbezeichnung BioPerine® und bezieht sich sogar auf Studien von Sabinsas Markenprodukten Curcumin C3 Complex®. Da Abmahnungen nicht halfen, hat Sabinsa 2018 Klage beim zuständigen Amtsgericht eingereicht.

Wie können Sie gefälschtes Curcumin erkennen?
Obwohl gelogen und betrogen wird, wo es nur geht, haben Sie als Verbraucher bei Curcumin-Präparaten einige Möglichkeiten, die Spreu vom Weizen zu trennen.

  • Ein erster Anhaltspunkt für die Verwendung von reinem und natürlichem Curcumin aus der Kurkuma-Wurzel ist die C14-Zertifizierung.

  • Auch der Preis kann entlarvend für Curcuma-Fälschungen sein. Bei einem Kilogramm-Preis von etwa 200 € und den Kosten für ein C14-Zertifikat kann eine Packung mit 60 Kapseln à 1500 mg Curcumin unmöglich nur 20 Euro kosten. Ein hoher Preis alleine ist jedoch kein Beweis für echtes Curcumin. Manche Hersteller wollen damit gezielt Verbraucher in die Irre führen - und gleichzeitig ihren Gewinn maximieren.

  • Firmen, die für ihre Seriosität bekannt sind, werden sicher kein gefälschtes Curcumin anbieten. Bei unbekannten Anbietern, vor allem aus dem Ausland, ist auf jeden Fall Vorsicht geboten.

Unsere Empfehlung: Kaufen Sie Ihr Curcumin-Produkt nur bei einem Nahrungsergänzungsmittel-Anbieter Ihres Vertrauens und bestellen Sie direkt auf dessen Internetseite. Nur so können Sie sicher sein, ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erstehen.



Quellenangaben

https://www.nutraingredients-usa.com/Article/2011/09/07/EuroPharma-to-launch-probe-into-synthetic-vs-natural-curcumin

https://www.naturalstacks.com/blogs/news/synthetic-curcumin-is-your-curcumin-made-from-petroleum

Skiba et. Al, Curcuminoid Content and Safety-Related Markers of Quality of Turmeric Dietary Supplements Sold in an Urban Retail Marketplace in the United States, Mol Nutr Food Res. 2018 May 29:e1800143. doi: 10.1002/mnfr.201800143

Natural Curcumin of Turmeric Origin - The Untold Story

http://www.nutritionaloutlook.com/herbs-botanicals/curcumin-suppliers-guaranteeing-natural-curcumin-not-synthetic-using-carbon-dating-supplyside-west

https://www.betalabservices.com/natural-vs-synthetic/

https://www.sabinsa.com/press-release-2017/190-sabinsa-takes-action-against-biotikon-for-synthetic-curcumin-adulteration