Probiotika
Mikroorganismen, die eine positive Wirkung auf die Darmflora ausüben, nennt man Probiotika (griechisch: für das Leben). Dr. Elie Metchnickhoff entwickelte vor über 100 Jahren erste Theorien zu den gesunden Keimen, als er entdeckte, dass die hohe Lebenserwartung der Bulgaren und deren gesteigerter Joghurtverzehr in einem Zusammenhang standen. Natürlicher Joghurt beinhaltet nämlich viele lebende Bakterien, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Eine intakte Darmflora wiederum wirkt günstig auf Ihr Immunsystem ein, daraus ergibt sich eine Förderung Ihrer Gesundheit und somit steigt Ihr allgemeines Wohlbefinden.
Dr. rer. nat. Hager weiß:
Inzwischen hat die Wissenschaft verschiedene Keime, die aufgrund ihrer Wirkung auf das Darmmilieu als Probiotika bezeichnet werden, isoliert. So kennen wir z. B. den Lactobacillus acidphilus oder auch die Bifidobakterien. Das Wachstum dieser Bakterien kann durch die Nahrung beeinflusst werden: fördernd wirken z.B. Volkornprodukte, Gemüse und Joghurt, während Weismehlerzeugnisse und Zucker eher schädlichen Einfluss nehmen.
Weitere ungünstige Faktoren für die Darmflora sind u.a. Antibiotika (griechisch: gegen das Leben), Fast Food, Stress und chloriertes Wasser. Wenn viele dieser Faktoren zusammentreffen, können sich pathogene Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten schneller verbreiten und das empfindliche Gleichgewicht im Darm stören. Pilze wie Candida albicans und Bakterien wie Escherichia Coli verdrängen die L. Acidophilus- und B. Bifidus-Flora, was kaum übersehbare Folgen für die Darmflora und unsere Gesundheit hat.
Durch den Verzehr von Probiotika (z.B. in Form von fermentischen Joghurt, Sauerkraut, etc.) oder auch präbiotischen Substanzen (Bakterien-Nahrung, die das Wachstum der gesunden Darmkeime fördert, z.B. Inulin) kann ein leicht verschobenes Gleichgewicht wieder ins Lot gebracht werden.
Bei stärkeren Störungen kann es allerdings notwendig sein, auf Präparate zurück zugreifen, in denen die gesunden Keime in großer Zahl enthalten sind. Das verbessert die Aufnahme der Bakterien und die Chance, dass diese die Magenpassage unbeschadet überstehen und sich im Darm ansiedeln können.
letzte Änderung: 08.03.2010









