Aminosäuren
sind Bausteine der Proteine. Umgangssprachlich auch Eiweiße genannt, von denen bisher 23 bekannt sind. In Form von Nahrung aufgenommene Proteine werden bei der Verdauung in Aminosäuren zerlegt. In der Leber werden sie weiter verwertet. Aminosäuren, die ein Organismus nicht selbst herstellen kann, heißen essentielle Aminosäuren und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Menschen sind Valin,
Methionin,
Leucin, Isoleucin,
Phenylalanin,
Tryptophan,
Threonin und Lysin
essentielle Aminosäuren.
Semi-essentielle Aminosäuren müssen nur in bestimmten Situationen mit der Nahrung aufgenommen werden,
z. B. während des Wachstums oder bei schweren Verletzungen. Die übrigen Aminosäuren werden entweder direkt synthetisiert oder
aus anderen Aminosäuren durch Modifikation gewonnen. Methionin
kann zu einem Großteil aus Cystein synthetisiert werden.
Für Kinder ist zusätzlich zu den generell essentiellen Aminosäuren Tyrosin essentiell, da in diesem Lebensalter die Körperfunktion
zu dessen Herstellung noch nicht ausgereift ist. Es gibt auch Erkrankungen, die den Aminosäurestoffwechsel beeinträchtigen,
dann müssen unter Umständen eigentlich nicht-essentielle Aminosäuren dennoch mit der Nahrung aufgenommen werden.
Dr. rer. nat. Hager weiß:
Wenn Aminosäuren Kombinationen eingehen dann spricht man von Eiweißmolekülen (Proteinen). Diese einfachsten Bausteine der Eiweißkörper sind wichtig für den Eiweißstoffwechsel. Gene entscheiden über die Funktionsweise und den Aufgabenschwerpunkt dieser Eiweißmoleküle. Deshalb werden die Kombinationen der verschiedenen Aminosäuren gezielt vom Körper hergestellt und nicht einfach willkürlich produziert. Für eine Vielzahl von Molekülgruppen sind Aminosäuren die Vorstufen wie z.B für die Glucose in der Gluconeogenese, für Purin- und Pyrimidinbasen, für Häm und für andere Moleküle.
letzte Änderung: 26.07.2010










